Die Anästhesie (griechisch anaísthisía, „die Nicht-Empfindung“) als Fachdisziplin beschäftigt sich mit der Ausschaltung der Empfindungen, u. a. des Schmerzes, meist um unangenehme Prozeduren (z. B. schmerzhafte Operationen) zu ermöglichen, oft in Form der Analgesie.
Die Anästhesie ist als praktisches Arbeitsgebiet ein Teil der Anästhesiologie, zu dem auch die Gebiete Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin gehören. In den meisten Industrienationen wird die Anästhesie durch einen spezialisierten Arzt ausgeführt. In Deutschland trägt er die Bezeichnung "Facharzt für Anästhesiologie" oder kurz Anästhesist oder landläufig auch Narkosearzt. In der Regel steht ihm eine Pflegekraft zur Seite, die ebenfalls häufig über eine definierte Weiterbildung in Anästhesie und Intensivmedizin verfügt. (Quelle: http://de.wikipedia.org)
Verfahren
Zur Schmerzausschaltung gibt es verschiedene Verfahren. Während bei der örtlichen Betäubung der Patient wach und ansprechbar bleibt, wird bei einer Vollnarkose das Bewußtsein des Patienten ausgeschaltet. Die örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) beseitigt das Schmerzempfinden in bestimmten Körperregionen (Regionalanästhesie) oder im unmittelbaren Operationsgebiet (eigentliche Lokalanästhesie).
Die eigentliche Lokalanästhesie wird in aller Regel vom operierenden Arzt selbst durchgeführt. Eine Überwachung und Mitbetreuung des Patienten durch den Anästhesisten kann aber sinnvoll und in manchen Fällen auch notwendig sein.
Die Plexusanästhesie (Betäubung des Armnervengeflechts, in der Regel von der Achselhöhle aus). Sie schaltet das Schmerzempfinden im betreffenden Arm aus.
Die Peridural- und Spinalanästhesie schaltet vorübergehend die Nerven aus, die vom Rückenmark zur unteren Körperhälfte ziehen. Das Betäubungsmittel wird an einer bestimmten Stelle der Wirbelsäule in die Nähe dieser Nerven gespritzt. Die Einstichstelle für diese Injektion wird vorher örtlich betäubt, sodass der Einstich kaum schmerzhaft ist.
Für die Methoden der örtlichen Betäubung ist die Kooperation des Patienten unbedingte Voraussetzung. Sie sind daher für Kinder in aller Regel ungeeignet.
Die Narkose (Allgemeinanästhesie) schaltet das Bewußtsein, das Schmerzempfinden und die Muskelspannung im ganzen Körper vorübergehend aus. Der Patient befindet sich vom Beginn bis zum Ende der Narkose in einem entspannten, schlafähnlichen Zustand. Die genannten Qualitäten der Narkose werden durch die gezielte Anwendung unterschiedlicher Medikamente erreicht.
Die Kunst der Anästhesie liegt in der sinnvollen Kombination dieser Medikamente je nach Art des Eingriffs. Durch genaue, individuelle Dosierung kann die Belastung für den Organismus auf ein Mindestmaß reduziert werden. Der Einsatz moderner Geräte ermöglicht eine genaue Kontrolle von Atmung, Kreislauf und anderen wichtigen Körperfunktionen.
Weitere Informationen für Patienten finden Sie unter:
http://www.patientenlotse.com bzw. auf den Seiten der
Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.